Wochenends… zuhause: der weltbeste Nusszopf

Der Kuchen, der zu allen Gelegenheiten passt und in jeder Jahreszeit schmeckt. Der weltbeste Nusszopf aus badischer Herkunft, der auf Partys schmeckt, den Kollegen im Büro und der Familie. Schön saftig wird er durch die Marzipan-Sahne, dadurch trocknet er nicht aus, selbst wenn er ein paar Tage steht, ohne jedoch den Marzipangeschmack in den Vordergrund zu drängen. Der Zitronenguss gibt ihm die Frische. Losbacken. Hefeteig kneten entspannt, den Zopf aufgehen zu sehen und im Ofen die goldene Farbe annehmen zu lassen, erfreut. Und am Ende schmeckt alles nach ganz viel Glück.

Hier das Rezept für den Gefüllten Zopf (wobei die Menge ausreichend für zwei Zöpfe ist):

Aus

  • 750 g Mehl,
  • 1 Hefewürfel,
  • 120 g Zucker
  • 1 Messerspitze Salz
  • 160 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL Kirschwasser
  • 350 ml Milch

einen gewöhnlichen Hefeteig herstelle. Sprich: Vorteig aus etwas Mehl, warmer Milch, etwas Zucker und der zerbröselten Hefe. Gehen lassen. Dann mit den restlichen Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen Teig kneten, mind. 1 Stunde gehen lassen.

Dann:

  • 200 g Marzipan reiben und mit
  • 200 g Sahne übergießen und verrühren. Mit
  • 200 g gemahlene Nüsse nach Wahl,
  • 50 g grob gehackte Mandeln und
  • 1 EL Zimt mischen.

Den Teig aufteilen, zwei rechteckige Teigplatten auswellen, Füllung darauf verstreichen, sanft aufrollen, in der Mitte längs nach unten aufschneiden und beide Hälften übereinander schlagen.

Im Backofen bei 180 °C 40 Minuten backen. – Lasst es Euch schmecken!

 

 

 

 

Wochenends… in Stuttgart: Auf dem Flohmarkt am Karlsplatz

Am meisten Charme hat der Flohmarkt am Karlsplatz im Sommer, wenn die vielen Kastanienbäume den Händlern und Flanierern und Schaulustigen am Samstag Schatten spenden. Im Sommer ist dort auch mehr los als jetzt, im Januar. Aber allerlei Haushaltsschnäppchen, Tafelsilber und Kuriositäten findet man auch zu dieser Jahreszeit. Das Publikum ist bunt gemischt. Gut tut die Lage neben der Markthalle und angrenzend direkt ans Dorotheenquartier. Da treffen sich die Killesberger und die Canstatter und schlendern und schauen.

Und sollten Fensterbretter, Schubladen und Keller schon voll sein, dann gibt es dort immer noch Feinkost Yücel, der samstags seine Basis im Westen gegen den Stand auf dem Flohmarkt tauscht. Seine Köfte im Fadenbrot sind ein Muss. Alternativ oder kumulativ gehen auch die gefüllten Teigröllchen und Sucuk mit Spiegelei. Der Vorteil jetzt im Januar: Die Schlange ist kurz und ein Pavillon bietet Schutz vor Wind und Regen.

Wir schauen fast immer am Karlsplatz vorbei, wenn es uns samstags in die Stadt treibt. Dort ist es entspannter als an den anderen Orten in der Innenstadt. Und so soll es wochenends doch sein.

Bis bald!

Flohmarkt auf dem Karlsplatz, samstags, 8 – 16 Uhr,

Feinkost Yücel

 

Wochenends… im Stuttgarter Rathaus: Paternoster fahren

Bist Du schon mal Paternoster gefahren? – Ich auch nicht.

Bis heute Nachmittag. Wir kommen am Rathaus vorbei, rein dort, scharf links abbiegen, direkt am modernen Aufzug vorbei. Und da dreht er schon seine Runden. Einsteigen in den fahrenden offenen Aufzug und Runden drehen. Von unten nach oben und wieder hinab. – Nostalgisch fühlt sich das an.

Ganz umsonst, an den Öffnungstagen des Rathauses zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr. Nach dem Einkauf auf dem Markt auf dem Rathausplatz, direkt am Weg zwischen Dorotheenquartier und Königsstraße. Einfach mal die Behörde beleben.

Der Name Paternoster stammt übrigens vom katholischen Rosenkranz, da die Aufzugskabinen wie die Perlen an einer Schnur an der Umlaufkette hängen, die über das große Zahnrad im Dachboden des Aufzugs angetrieben wird. Beim Rosenkranz stehen die Perlen für Gebete, auf zehn Ave Maria folgt ein Vaterunser, lateinisch: Paternoster.

Paternoster im Stuttgarter Rathaus

 

Wochenends… zuhause: Rosmarin Crème Brûlée

Krachend lassen wir das Jahr 2017 ausklingen. Mit Freunden, 3 Gängen und unserem knackigen Dessert: Es gibt

Rosmarin Crème Brûlée.

Und hier das Rezept für 4 Personen:

Wir kochen 350 ml Sahne und 100 ml Milch mit 3 Rosmarinzweigen (unserer ist aus dem Garten, der Busch ist winterhart und das Kraut frisch!) in einem Topf auf.

5 Eigelbe werden mit 60 g weißem Zucker in einer Schüssel verrührt, die Rosmarin-Sahne kommt unter ständigem Rühren langsam zu den Eiern bis die Masse bindet.

Anschließend kommt die gebundene Masse in vier tiefe ofenfeste Schalen (ca. 125 ml), die wiederum in eine flache Form gestellt werden. Das ganze kommt in den vorgeheizten Backofen bei 90 °C Umluft und wird für ca. 50 Minuten auf der untersten Schiene gegart. Kühl stellen.

Vor dem Servieren gleichmäßig mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren, bis sich eine hellbraune, knackige Zuckerkruste gebildet hat.

Das schönste kommt dann beim Essen: Der Löffel knackt die Zuckerkruste, das fühlt und hört sich an, wie eine zarte Eisschicht, die auf einer Pfütze gefroren ist und mit dem Fuß angetippt wird. Ein Winter-Dessert. Der Rosmarin krönt die Crème zum Silvester-Dessert.

Lasst es Euch schmecken, auf 2017, auf das neue Jahr 2018. Wir freuen uns.

Bis bald!

Wochenends… in Stuttgart-Untertürkheim bei der kleinen Weinakademie

Wertige Weine contra Discountweine in Untertürkheim. Ein Geburtstagsgeschenk war der Anlass unseres Besuchs im Mönchsberg Weinkeller, wo wir erkennen mussten, dass wir einen eher proletarischen Gaumen haben. Für den Schwaben unter uns eine glückliche Erkenntnis.

Wir testeten 7 Weine, jeweils preiswert und wertig im direkten Vergleich: Secco, Riesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinotage, Bordeaux und Primitivo. Dazu gab es ein überraschend gutes 3- Gänge-Menü: Kürbissuppe, hervorragendes Argentinisches Rindersteak mit Weißweinrisotto und eine Panna Cotta, die wie gemalt daher kam.

Durch den Abend führte ein wein-allwissender Herr, er moderierte Abstimmungen und schenkte nach. – Auf dem Tisch gab es zwei Spuck-Eimer, den die drei jungen Damen zu unserer Rechten eifrig nutzten, die Gäste am Nachbartisch überhaupt nicht. „In Nürtinge gibt’s au an Netto“. Prima!

Das Publikum war bunt gemischt, der Spaßfaktor hängt auch von den Tischnachbarn ab und wir haben einiges gelernt. Funfact: bei höherem Alkoholgehalt schliert der Wein in Kirchenfenstern das Glas hinab, das Glas muss vinifiziert werden und, ja, wertige Weine haben einen deutlich intensiveren Geschmack. Zum Wohl.

Kleine Weinakademie Untertürkheim

 

Wochenends… in Stuttgart bei Tante Lenes Maultaschenkiosk

Einer der Exportschlager Stuttgarts neben dem Automobil? Die Maultasche. So gesehen bei Tante Lene in der Esslinger Straße hinter dem Breuninger Parkhaus, am Rande des Bohnenviertels. Dort fährt das Ehepaar im besten Alter im anderen Exportschlager Stuttgarts vor, parkt direkt vor dem Laden und mitten auf der Straße, die Dame steigt aus und kauft zwei Packungen der eingeschweißten Maultaschen für die Verwandtschaft in Hamburg, zu der man gerade auf dem Weg sei.

Neben der eingeschweißten Variante gibt es dort die Maultasche am Stiel, die Maultasche als Suppe, klassisch mit Kartoffelsalat und Zwiebelschmelze und als Salat. – Sie schmeckt kräftig und gut, ist mit Kräutern gewürzt und wird auf biologisch wiederverwertbarem „Plastik“-Geschirr serviert.

Der Maultaschenkiosk hat auch einen kleinen Essbereich mit Stehtischen im Treppenhaus hinter dem Kiosk und bietet für die Stadtführung mit Wochenendsbesuch einen perfekten Einstieg in die schwäbische Küche und für den Hunger zwischendurch.

Tante Lenes Maultaschenkiosk

Wochenends… in Stuttgart bei QQ Sushi Lounge

Bei uns herrscht große Sushi-Liebe. Wenn das Warten auf freie Plätze im Sushi Ya (hinter der Fischtheke im Sehen-und-gesehen-werden-Feinkost-Böhm) und der Hunger sich nicht vertragen, ist die QQ Sushi Lounge in der Schulstraße eine preisgünstige Alternative.  Dort ist es nicht ganz so voll wie in der Filiale am Charlottenplatz, wir werden zügig an einen der eng bestuhlten Tische begleitet. Bestellungen notiert der Gast dann selbst auf einen kleinen Zettel, Getränke und Vorspeise sind schnell serviert. Eine große Portion Edamame und mäßige Mini-Frühlingsrollen sind noch nicht verspeist, als uns das Sushi an den Tisch gebracht wird. Das schmeckt ordentlich und ist ansprechend angerichtet. Doch die letzte Rolle ist noch nicht mal im Mund, da räumt eine der viele fleissigen Asiatinnen den Tisch schon ab. Das Missfallen des Gastes lächelt sie weg.

Es gibt übrigens noch allerlei andere Speisen des Asiatischen Kontinents auf der Karte. Für echte China-Liebhaber gibt es Hot Pot und Gong Boa Chicken. Die Mehrheit im Restaurant isst allerdings Sushi.

Uns hat es geschmeckt, das solide Fastfood-Sushi. Wir kommen wieder!

Bis bald!

QQ Sushi Lounge

 

Wochenends… aus Stuttgart nach Markgröningen

Wenn die Luft im Kessel steht und das Bedürfnis nach etwas Landluft wächst, lohnt sich ein Ausflug in den Speckgürtel der Stadt, in den Landkreis Ludwigsburg, in die Kleinstadt Markgröningen. 

Wir waren zur Stadtführung mit Ariane dort. Mittelalterliche Fachwerkhäuser, die erstaunlich gut erhalten sind, prägen das Stadtbild. Wir lassen uns ehemalige Bürgerhäuser und die imposante Bartholomäuskirche erklären, schlendern durch kleine Gässchen und starten und enden auf dem großen weiten Marktplatz, wo wir dann beim Griechen einkehren. 

Dort: solide griechisch-europäische Küche und eine Kellnerin, die ohne Block und Stift, dafür mit breitem Lächeln die Bestellung von 7 Personen entgegennimmt. Und es klappt. Und es schmeckt. Und danach atmen alle Knoblauch und Zwiebel. 

Wer den Ort und seine patriotischen Einwohner in Höchstform erleben möchte, kommt im August zum Schäferlauf. Alle sind da, die Studenten kommen zurück und machen mit. Für Gäste ein zunächst ungewöhnliches Spektakel. Aber alle feiern. Sich selbst, das schöne Mittelalterstädtchen und die Schafe. 

Bis bald!

Stadt Markgröningen

Grieche am Markt

 

Wochenends… in Weil am Rhein bei Vitra

Freitagabends, raus aus Stuttgart und, so wie alle, mit dem Auto ins Wochenende fahren. In Richtung Süd-Süd-West, um dort, wo die Eltern daheim sind, am Samstag bei Vitra Schnäppchen zu schlagen. 

Einmal im Jahr veranstaltet der Möbelhersteller den legendären Factory Sale. Dann heißt es morgens ab 10.00 Uhr, wenn die Tore sich öffnen, schnell sein. Früher, also vor 4-5 Jahren, bekam man auch die Eames Plastic Chairs noch um 40 – 50 % vergünstigt. Diese Modelle sind heute durchgehend um 25 % reduziert. Und um an das Wunschmodell zu kommen, gilt es, mit anderen Schnäppchenjägern und ihren Stuhllagern zu tauschen und zu feilschen. Am Ende ist nämlich doch alles wieder so teuer, sogar für den jungen Hipster aus Basel und das sonst so bunt gemischte Publikum, dass aus den 8 gesammelten Stühlen doch nur 2 – 3 werden. 

Richtige Schnäppchen können bei Bürostühlen und Sofas, also bei den richtig teuren Möbeln gemacht werden. Die sind gut bis zu 60 % reduziert. 

Meine Ausbeute: ein grau-blauer Plastic Side Chair mit schwarzer H-Base und zwei Pantons in Knallfarben: rot und gelb im Auftrag für Freunde:

Ansonsten gilt: früh kommen (wir waren gegen 8 Uhr da und kamen mit dem ca. 5. Schwung in die Halle, gegen halb 11. Einlass ist nämlich nur in Etappen), warm anziehen, gefrühstückt wird in der Schlange und für die Hardcore-Möbel-Fans: campen. Dann bist du sicher der erste in der Reihe! Im Übrigen: Freunde mitbringen, die beraten und mittauschen und im Anschluss noch mindestens einen Spaziergang über den Vitra Campus machen. Dort haben sich die berühmtesten Architekten verewigt: Zaha Hadid, Frank O. Gehry und Herzog & de Meuron bauten Museum, Haus, Feuerwehrhaus, Schaulager und Co. Ein Ensemble aus Augenweiden, das seinesgleichen vergeblich sucht. 

Die Schwarzwälder Kirschtorte im Vitra Haus Café übrigens auch. Unbedingt probieren! 

Bis bald! 

Vitra Campus, Weil am Rhein